Regionalität

Was es so alles vor der Haustür gibt! Senfsaat, Zucker, Salz, Honig, Kräuter...Unsere Region hat mehr zu bieten, als so mancher denkt. Schön für uns, wenn die Lieferanten so nah sind und man sich persönlich kennt.

Siegfried Kappey

Im Rentenalter bin ich nun
und wollte noch was Gutes tun.
Mein Alter sieht man mir nicht an,
bin sehr aktiv, so lang ich kann.
Der Senf in meinem Leben stets,
war ein Begleiter geradewegs
Ging es mir gut und in der Not,
nicht nur beim Kochen, Wurst und Brot.
Senf war stets guter, treuer Freund.
Wir war´n in Glück und Not vereint.

Doch Senf, so wie er früher war,
ist selten jetzt und äußerst rar.
Das konnte nicht so weitergeh´n
und das Ergebnis läßt sich seh´n.
So steht nun mitten in der Stadt
ein Mühlenwerk, glänzend und glatt.
Aus Stein und Stahl ist es gebaut.
Es dreht sich langsam, niemals laut
und mahlt den Senf zu feiner Kost.
Aus Samen, Essig, Apfelmost,
aus Zucker, Salz, Gewürz und Kraut,
stets ökologisch angebaut.
So ist das Beste gut genug,
bei Waren- und Rohstoffbezug.
Mit Stempel und Zertifikat
fließt Senf aus uns´rem Mühlenrad
hinein ins Glas und Steinguttopf.

So mancher fasst sich an den Kopf:
„Das hatten wir doch alles schon!“
„Jawohl, wir bau´n auf Tradition.“
Gleich um die Ecke und nicht weit
da gab´s zu einer frühen Zeit
die Senffabrik Dähnhardt & Co.
von Neunzehnhundertsowieso.

Doch jetzt, da sind wir hier zu Dritt,
auf Einbecks Senffertigungsritt.
Geschmack ist unser höchstes Ziel.
Das ist nicht wenig, sondern viel.
Mit Spaß und Freude im Gepäck
erfüllen wir den hehren Zweck.
So tönt es jetzt tagaus, tagein:
„Der Kunde muss zufrieden sein!“
Doch eine Bitte noch nach oben,
oft kommt ja Hilfe von dortdroben:
„Gott, gib mir Glück und auch Geschick
als Leiter dieser Senfabrik.“

P.S.
„Direktor einer Senfanstalt“
Da käm´ der Ehekrach wohl bald...
Denn wird man erst mal so genannt,
ist der Respekt wohl ganz verbrannt!